Erste Hilfe im Betrieb

Erste Hilfe im Betrieb

Erste Hilfe / Leben Retten

In keinem Betrieb können Arbeitsunfälle völlig ausgeschlossen werden. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dazu, dass ein Mitarbeiter verunfallt, darf die anschließende Meldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft nicht vergessen werden. Doch bevor es dazu kommt, hat die Erstversorgung des Verletzten höchste Priorität. Und hier kommt der betriebliche Ersthelfer zum Einsatz.

Führt ein Arbeitgeber ein Unternehmen mit mindestens zwei versicherten Mitarbeitern, ist dieser dazu verpflichtet, einen Betriebsersthelfer ausbilden zu lassen. Denn es gibt bestimmte Aufgaben, die ein Ersthelfer bewältigen muss. So ist er verantwortlich dafür, bei Unfällen Erste-Hilfe-Leistungen zu vollführen. Er muss also auf schwere Verletzungen, Ohnmachtsanfälle und Allergieschocks reagieren können. Außerdem ist ein betrieblicher Ersthelfer dafür verantwortlich, dem Rettungsdienst alle wichtigen Informationen zu übermitteln.

Der Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung legt fest, dass in Verwaltungs- und Handelsbetrieben bei mehr als 20 anwesenden Versicherten fünf Prozent als Ersthelfer ausgebildet sein müssen.

Höhere Quoten werden in Hochschulen sowie in Produktions- und Handwerksbetrieben verlangt. Dort müssen zehn Prozent der Beschäftigten zertifiziert dafür sein, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu leisten. Bei Kindertageseinrichtungen gilt sogar: Pro Kindergruppe ist ein betrieblicher Ersthelfer bereitzustellen.

Bei der Zahl der Mitarbeiter muss eines jedoch beachtet werden: Es zählen nur die, welche gleichzeitig auf dem Betriebsgelände, der Baustelle oder in den Arbeitsräumen tätig sind. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Ein Handelsbetrieb hat 200 Beschäftigte. Es sind jedoch nie mehr als 100 Mitarbeiter gleichzeitig anwesend. Entsprechend der Fünf-Prozent-Vorgabe für diese Branche sind in diesem Fall fünf anwesende Ersthelfer ausreichend.

In diesem Fall dürfen aber auch zu keinem Zeitpunkt nur vier der Ersthelfer erreichbar sein. Die geforderte Anzahl muss jederzeit gewährleistet sein.

Ausbildungsinhalte

Erste Hilfe

Betriebsanweisungen / Erste Hilfe

1.   Einleitung
2 .  Begriffbestimmungen
2.1 Erste Hilfe
2.2 Rettungskette
2.3 Notfallpatient
2.4 Notruf

3.   Unternehmerpflichten aus staatlichem Recht
3.1 Gesetzliche Grundpflichten
3.2 Arbeitnehmerschutzvorschriften
3.3 Verantwortliche Personen — Übertragung von Pflichten
3.4 Verletzung von Unternehmerpflichten
3.5 Allgemeine Bürgerpflicht

4.   Unternehmerpflichten aus dem Recht der Unfallversicherungsträger
4.1 Ärztliche Versorgung
4.2 Sachkundiger Transport
4.3 Information der Versicherten
4.4 Dokumentation
4.5 Arbeitsunterbrechung

Erste Hilfe im Betrieb

Erste Hilfe im Betrieb

5.   Erforderliche Einrichtungen und Sachmittel
5.1 Alarm- und Meldeeinrichtungen
5.2 Alarm- und Meldeplan
5.3 Mittel zur Ersten Hilfe
5.4 Rettungsgeräte
5.5 Rettungstransportmittel
5.6 Erste-Hilfe-Räume und ihnen vergleichbare Einrichtungen
5.7 Kennzeichnung
5.8 Landestelle für Rettungshubschrauber

6.   Ersthelfer
6.1 Unternehmerpflicht
6.2 Aufgaben
6.3 Anzahl
6.4 Abweichen von der festgelegten Zahl
6.5 Ausbildung
6.6 Fortbildung
6.7 Weiterbildung

7.   Betriebssanitäter
7.1 Aufgaben
7.2 Erforderlichkeit
7.3 Ausbildung
7.4 Fortbildung
7.5 Verfahren und Durchführung der Aus- und Fortbildung

8.   Personal im Rettungs- und Sanitätsdienst
8.1 Rettungsassistent
8.2 Rettungssanitäter
8.3 Rettungshelfer

9.   Betriebsarzt

10.   Unterstützungspflichten der Versicherten
10.1 Aus- und Fortbildung
10.2 Unterstützung
10.3 Meldepflich

11.   Praktische Ausbildung

 

Ausbildungszeit:
5 Tage theoretische und Praktische Ausbildung

Abschluss:
Teilnahmebescheinigung / Zertifikat

Mindestteilnehmer Zahl:
5 Person

„Lehrgangsgebühr auf Anfrage“

 

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